| Wie alles begann..oder ein kleiner aquaristischer Lebenslauf |
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In jungen Jahren bekam ich, oder mein kleiner Bruder, oder vielleicht auch wir beide zusammen, ein kleines Gesellschaftsbecken. Wie bei den meisten Jugendlichen, folgte auf die erste Euphorie, in der die armen Tiere fast zu Tode gepflegt wurden, die Phase in der die Fische wegen Vernachlässigung zu sterben drohten. Hier half nur eine kräftige Ansprache meiner Eltern über die übernommene Verantwortung für ein Lebewesen. Nach einiger Zeit pendelte sich das tägliche Füttern, der regelmäßige Wasserwechsel usw. ein. Hiermit wurde die Grundlage für einen guten Aquarianer geschaffen. Wir kauften uns ein 1,5m Becken und bestückten es mit einer Mischung aus Malawi- und Tanganjikabuntbarschen. In der folgenden Zeit wurde eingehend die umfangreiche Literatur studiert. Deshalb fällt es mir heute so schwer mich an die neuen Gattungen und Namen zu gewöhnen. Mit den neuen Erkenntnissen war klar, dass Malawi- und Tanganjikabarsche in einem Becken nicht gerade artgerecht war. Also wurde das Becken auf Malawi umgestellt. Wie viele andere zogen wir in der folgenden Zeit unsere Nachzuchten groß und veräußerten sie über Anzeigeblätter, oder viel viel zu billig an ansässige Händler. Nach ein paar Jahren, dem Trend folgend, mußten unsere Barsche einem Seewasserbecken weichen. Wir kauften ein 1,5m x 0,70m x 0,70m Panoramabecken und pflegten darin Seewasserfische, sowie eine Vielzahl an Niederen Tieren. Ich finanzierte einen Grossteil dadurch, dass ich in einem Seewasserfachgeschäft jobbte. Somit war jede seewassertechnische Erfindung die auf den Markt kam, direkt auf meiner Wunschliste und schon fast gekauft. Über den genauen Wert der kompletten Anlage möchte ich heute gar nicht mehr nachdenken. Später merkte ich jedoch, dass das Wichtigste an der Aquaristik für mich verloren gegangen war. Ich konnte nicht mehr mit Freude in mein Becken schauen, immer gab es etwas zu bemängeln. Ein Fisch dem es nicht gut ging, eine Lederkoralle die nicht aufgehen wollte, zuviel oder zuwenig Strömung, zuviel oder zuwenig Spurenelemente, die Anzahl der Garnelen stimmte wieder mal nicht. Immer ein lachendes und ein weinendes Auge beim Blick ins Becken. Alle Technik die mich bis dahin begeisterte, konnte mir dabei nicht helfen. Ich kann mich nicht erinnern, dass auch nur ein Fisch durch einen Pflegefehler eingegangen war, aber richtig fröhlich machte mich das Becken nicht mehr. Es war Zeit sich vom Seewasser zu trennen. Einen großen Teil der Ausstattung habe ich verkauft und den anderen Teil im Freundeskreis weitergegeben. Also das Panoramabecken auf Malawi umgerüstet und alles war wieder in Ordnung. Zusätzlich richteten wir ein zweites kleineres Panoramabecken als Tanganjika Artenbecken ein. Da waren sie wieder, die Barsche, mit dem für sie so typischen Verhalten. Selbst meinen Cryptocorynenstamm bekam ich wieder, denn unter Aquarienfreunden geht so ein schöner Pflanzenstamm auch nach Jahren nicht verloren. Im Jahr 2000 kauften wir unser kleines aber feines Reihenhaus. Bei dem Umzug wurde nur das große Becken mitgenommen und erstmal im nicht renovierten Keller untergebracht. Es war noch so viel in Haus und Garten aufzuarbeiten, dass unser Becken ziemlich vernachlässigt wurde. Vergammeln sollte es nicht, also schnell die Buntbarschfreunde versammelt und das erst vor kurzem in den Keller geschleppte Becken wieder abgebaut und 10 km weiter bei Willi wieder aufgebaut. Hier sollten sie wieder aufleben können. Es folgte eine arbeitsreiche aquarienfreie Phase. Doch alle Arbeit geht auch mal zu Ende und wie sagt man so schön: „ Einmal Aquarium, immer Aquarium“. So saßen wir in unserem Arbeitszimmer und überlegten wo man ein Aquarium wohl am besten aufstellen könnte. Meine Frau als gelernte Bauzeichnerin hatte den Bauplan wohl schon längst im Kopf. Es dauerte keine 60 Minuten und alles war ausgemessen, die uns bekannten Aquarienbauer und Händler angerufen und das neue Becken bestellt. Es wurde ein 1,5m x 0,6m x 0,6m Standardbecken, was seit dem unser Arbeitszimmer schmückt. Ja auch der schöne Cryptocorinenstamm ist wieder da. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, so ist es die Tiefe, na ja und auch die Länge des Beckens. Im Nachhinein dürfte es ruhig 10cm tiefer und 1m länger sein. Aber das gehört hier nicht mehr hin, denn wir sind in der Gegenwart angelangt und die findet Ihr auf den anderen Seiten dieser Homepage. |

