| Können Muscheln aus dem Rhein im Aquarium überleben? |
| Geschrieben von: Anita |
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Dort angekommen, haben wir sie mit Leitungswasser abgespült und dann in mein Jungfischbecken (wo auch die Schnecken drin waren, s. Artikel Schneckenfalle) eingesetzt. Nach kurzer Zeit öffneten sie ihre Schalen, sie hatten den Transport also überlebt. Einige Zeit später beobachteten wir, wie sie sich mit halbkreisförmigen Bewegungen in den Sand eingruben. Seit dieser Zeit nun sind sie verschwunden (nicht mehr sichtbar). Nun wollten wir natürlich wissen, welche Muscheln wir dort am Rhein gefunden hatten und haben im Internet recherchiert. Es handelt sich zweifelsfrei um die Körbchenmuschel (Corbicula sp.). Diese kommt ursprünglich aus Asien, von wo aus sie im Ballastwasser großer Frachtschiffe anfangs der 80er Jahre Europa erreichte. 1985 wurde sie im deutschen Niederrhein entdeckt und seither verbreitet sie sich erfolgreich rheinaufwärts. Sie vermehrt sich bei geeigneten Verhältnissen sehr schnell. Heute nun wollen wir einmal nachsehen, wie es unseren Muscheln so geht. Dietrich hat also mal eine ausgegraben und dann wieder auf den Sand gelegt. Und dies ist passiert:
Tja über eine Stunde haben wir zu dritt vor dem Aquarium gesessen um eine kleine Fotostrecke zu schießen, wie sich die Muschel eingräbt. Aber den Gefallen wollte sie uns nicht tun. Erst am nächsten Morgen konnten wir feststellen das sie sich wieder eingegraben hat. Somit war zumindest bewiesen das sie noch lebt ! Einen Nutzen für den Aquarianer bieten diese Muscheln wohl kaum, da sie nicht zu sehen sind und der Filterfaktor für das Becken wohl eher unerheblich sein dürfte. Allerdings schaden sie aber auch nicht, so dass ich sie wohl in meinem Becken lassen werde. |


