| Buntbarschfreunde im Gespräch mit Mag. Dr. Anton Lamboj |
| Geschrieben von: Axel |
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Noch vor kurzem machte der designierte Tierschutzbeauftrage Berlins, Klaus Lüdke , von sich reden , als er ein generelles Einfuhrverbot für Wildtiere, wie beispielweise Fische aus dem Amazonas, forderte. Schnell ist sowas ausgesprochen und findet bei der Presse Gehör. Wie aber sieht es mit uns Aquarianer aus, wer hört uns zu wenn wir sagen, dass wir das Ziel verfolgen durch eigene Zucht die Artenvielfalt zu erhalten, jedoch auch die Möglichkeit nutzen möchten, durch Neuimporte frisches Blut in unsere Zuchtgruppen zu bringen. Auch der Import von neu beschriebenen Arten muss gesichert sein. Hier müssen wir uns Gehör verschaffen. Dies ist nur möglich wenn wir uns organisieren. Es ist dabei egal, ob ich nun Mitglied in meinem ortsansässigen Aquarienverein oder bspw. in der Deutschen Cichliden Gesellschaft bin. Alle Mitglieder der Vereine sind im VDA (Verband der Aquarien und Terrarienkunde e.V.) gemeldet. Doch die Dunkelziffer der Aquarianer, die keinem Verein angeschlossen sind, ist riesengroß. Je größer die Zahl der gemeldeten Aquarianer ist, umso größer ist die Lobby unserer Vertreter der großen Verbände gegenüber der Politik. Schon aus diesem Grund ist die Mitgliedschaft in einem Verein zu empfehlen. Spinnen wir den Gedanken von Herrn Lüdke mal weiter und es käme zu einem generellen Einfuhrstopp. Was bedeutete das für uns Aquarianer? Alleine um die von uns jetzt gepflegten Arten zu erhalten, müssen wir Maßnahmen ergreifen. Jeder Aquarianer sollte das Ziel verfolgen seine Fische durch Nachzuchten zu erhalten. Ein Tausch von Nachzuchten ohne finanzielle Interessen wäre wünschenswert. Dr. A. Lamboj sprach von der sogenannten 7er Regel. Um eine von uns gepflegte Art auf Dauer zu erhalten, ist es erforderlich, dass wir unsere Nachzuchten an mindestens sieben andere Aquarianer weiter geben. Dies wird nicht immer möglich sein aber mit jedem Einzelnen, dem wir unsere Nachzuchten geben, steigt die Chance für den Erhalt der Art. So besteht auch im Falle dass unsere eigenen Tiere versterben, die Möglichkeit Tiere aus meinen eigenen Nachzuchten zurückzubekommen, da ein Neuimport ja nicht mehr möglich wäre. Selbst wenn es nur zu einer Einfuhrbeschränkung gemäß Washingtoner Artenschutzabkommen CITES kommen sollte, ist es erforderlich jetzt schon Maßnahmen zu unserem Schutz zu ergreifen. Dr. Lamboj gibt hier jedem Aquarianer den Tipp, seine gepflegten Tiere mit ihren Daten zu erfassen. Wann und von wem habe ich die Tiere bekommen und wo sind meine Nachzuchten hingegangen. Sollte es zu einer Reglementierung kommen, habe ich dann kein Problem nachzuweisen, warum ich zu dem einen oder anderen Fisch kein CITES Zertifikat habe. Eigentlich alles Themen mit dem der Aquarianer sich weniger beschäftigen möchte. Sein Ziel ist es sich an den Fischen zu erfreuen, ihr Verhalten zu studieren und sie erfolgreich zu vermehren. Am Rande behandelten wir auch das Thema „Ernährung von Aquarienfischen". Ebenso wie Fred Th. Rosenau bei seinem Vortrag in Heidelberg , so sieht auch Dr. A. Lamboj, das Problem der Ernährung weniger in der Qualität des Futters, sondern mehr in der zu wenig genutzten Vielfältigkeit und der noch viel schlimmeren Überfütterung unserer Tiere. Ein Thema mit dem wir uns in einem anderen Bericht noch einmal gesondert beschäftigen möchten. Wir finden dies sind einige wichtige Informationen über die jeder Aquarianer mal nachdenken sollte. Es gäbe noch eine Menge zu diesem Abend zu sagen, aber das würde den Rahmen sprengen. Wir möchten jedoch diesen Text nicht schließen, ohne auch ein paar Worte zu Dr. A. Lamboj`s Fachgebiet zu verlieren. Vor geraumer Zeit gründete er das ACP (Aquarium Conservation Programm). Es handelt sich hierbei um eine Initiative, die versucht zum Zwecke der Arterhaltung eine Datenbank aufzubauen, in der die gepflegten Fische als auch die erfolgreiche Zucht vermerkt werden. Es wird versucht zu erfassen, welche Tiere in unseren Aquarien gepflegt werden und ob die Nachfrage durch Nachzuchten aus den Bereich der Aquaristik zu decken ist. Hier geht es insbesondere um die rheophilen Cichliden der Region Westafrika. Dr. A. Lamboj zeigt seine Bereitschaft jedem, der sich in diese Richtung interessiert, mit Rat und Tat bei Seite zu stehen. Wir unterstützen dieses Projekt und sind bereit Informationen und Anfragen diesbezüglich an Herrn Dr. A. Lamboj weiter zu leiten. Zusätzlich finden sich unten weiterführende Links. Wir selber werden uns jedoch in eine andere Richtung weiter orientieren. Die Cichlidenwelt hat 2007 als das Jahr der Viktoriasee-Cichliden ausgerufen. Wir werden deshalb mit Unterstützung von Dr. A. Lamboj und der Cichlidenwelt ein weiteres Aquarium mit Cichliden aus dem Viktoriasee einrichten. Stoff also für weitere Berichte.
Eure Buntbarschfreunde Links: Austrian Aquanet |

