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Award 9/2008

gold_fisch09_08

Diavortrag und Workshop in Heidelberg !
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Geschrieben von: Axel   
Durch unsere Aktivität im Forum der Cichlidengemeinschaft und im Malawipoint Cichliden Forum wurden wir auf einen Vortrag bei der HATF (Heidelberger Aquarien- und Terrarienfreunde e.V) aufmerksam. Da dieses Jahr der große Jahresurlaub ausfiel, entschloss ich mich kurzfristig ein verlängertes Wochenende mit Frau und Sohn in Heidelberg zu verbringen. Leider war es den anderen Buntbarschfreunden zeitlich nicht möglich an diesem Event teilzunehmen.
Der Meldeschluss für die Veranstaltung war eigentlich schon verstrichen, doch Holger (Shaker54) seines Zeichens Forumsmoderator und Vorsitzender der HATF , machte eine Nachmeldung möglich. Auch kümmerte er sich sofort um ein geeignetes Hotel in der Nähe des Veranstaltungsortes. Er besorgte uns ein schönes Hotel mit nicht ganz so schönen Preisen. Aber dafür kann Holger ja nichts, dass Heidelberg so teuer ist.

Nach einer unproblematischen Anreise und Einchecken im Hotel, landeten wir dann Samstags gegen 13:00 Uhr auf dem Vereinsgelände der Haft. Freundlich in Empfang genommen wurden,  wir sogleich mit einem Namenschild versehen, denn man weiß ja gerne mit wem man spricht.

reinau Mit der Zeit füllte sich der Raum so, dass gegen 14:30 Uhr der Referent mit dem theoretischen  Teil  seines Vortrags beginnen konnte. Der Referent Fred Thomas Rosenau  ist  in der Aquaristik-Szene keine unbekannte Person. Er war jahrelang in namenhaften Zoo‘s als Tierpfleger, sowie als Referent an der Uni Giessen beschäftigt. Auch durch seine Sammlung antiquarischer Bücher, besonders aus dem aquaristischen Bereich, sowie seine Teilnahme und Vorträge auf Messen, hat er sich einen Namen in der Branche gemacht. So machte er in seinem Vortrag auch Abstecher in die Pflege und Fütterung von Landlebewesen, sowie zur  Genetik und Karzinomforschung. In die Details seines Vortrags möchte ich hier nicht weiter eingehen, Fred möchte ja noch ein Buch schreiben ;-) und auch bei seinem nächsten Vortrag sollen ja genügend Zuhörer kommen. Ich habe auf jedenfall eine Menge mitnehmen können und werde meine Meinung Bspw. zur Beigabe von Vitaminen im selbstgemachten Futter überdenken. Die Mischung aus Fachkompetenz und Berliner Schnauze machte gerade für uns als Rheinländer den Vortrag besonders.
teilnehmerfuttermittelzusaetze Nach ca. 1,5 Std wechselten wir dann aus dem Vortragsraum zur freien Natur auf das Vereinsgelände Kroddeweiher, wo Fred T. Reinau seinen Vortrag in der Praxis fortsetzte. Er gab uns eine Vielzahl von Inkredenzien seines Futters zur Bestimmung, was dem einen oder anderen doch etwas die Nase rümpfen ließ. Es gab sogar Zutaten, die ihren Ursprung in der französischen und italienischen Küche fanden. Grundsätzlich war alles was er uns gab auch für den Menschen mehr oder weniger genießbar. Frei breinach Paracelsus: Alle Dinge sind Gift, allein die Menge machts.
Er mischte eine Unmenge von verschiedenen Zutaten wie Spirulina, Milchpulver, Basilikum, Fischreste, Tunfisch aus der Dose, Garnelen (wovon die Hälfte in seinem Mund landete), aber auch Asche und Algenpulver zusammen, was einen nahrhaften Brei ergab. Nachdem jeder Teilnehmer die Möglichkeit bekam eine Probe mit nach Hause zu nehmen, beendete Fred den zweiten Teil seines Vortrages.
grill
Jetzt ging man fließend über zur Thematik: Ernährung der Spezies Homo sapiens sapiens. Sogleich  wurde der bereits gut gefüllte Grill geplündert. Bei Würstchen und Knoblauchbauch bestand die Möglichkeit sich mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern auszutauschen. Ich habe von dieser Möglichkeit ausgiebig Gebrauch gemacht, insbesondere weil das gereichte Pils meine Zunge doch sehr lockerte (ich trink ja sonst nur Kölsch). Eingehend unterhielt ich mich Beispielweise mit Mario Cechetti , der sich den Sandcichliden verschrieben hat und mit dem ich  neben den Tanganjikas auch den Beruf bei der Feuerwehr teile. Ein Besuch in Mario´s Zuchtanlage wurde dann für Montag geplant. Auch den jüngeren Teilnehmern, wie unserem Sohn, wurde etwas geboten. Ob nun spielen mit dem Hund, Tümpeln oder Rudern auf dem Kroddeweiher, für jeden war etwas dabei.

marioquatschentmpeln
bootstour








Als Fazit des Vortrages könnte man sagen: Sei experementierfreudig innerhalb der Grenzen was das Futter angeht und deine Fische werden es dir danken. Als Fazit der Veranstaltung kann ich nur sagen: Eine rundum gelungene Sache. Hier nochmals ein Dank an die Organisatoren der HATF.
Gegen 23:00 Uhr traten wir dann den kurzen Fußmarsch zum Hotel an.
Am folgenden Tag wurde, mit noch etwas geschwollenen Augen, die schöne Stadt Heidelberg besichtigt.
Montagmorgen stand dann das letzte aquaristische Highlight auf dem Programm. Der Besuch bei Mario Cecchetti .  Er verfügt über eine sehr gepflegte Zuchtanlage von 60 Aquarien mit insgesamt 12000 Liter Wasser. Bei Kaffee und Limo fachsimpelten wir viele Stunden. Genügend Zeit um den einen oder anderen Fisch ins Herz zu schließen. Nachdem eine schwierige Auswahl getroffen war und alle Fische sehr gut verpackt waren, blieb uns nichts anderes übrig als zügig die Heimfahrt anzutreten. Sonst würde ich wohl möglich heute noch dort sitzen ;-)
So landeten wir gegen 19:00 Uhr wohlbehalten mit einer kleinen Gruppe von Xenotilapia nigrolabiata red princess und einem Pärchen Neolamprologus kungweensis wieder in Dormagen.
Mit einigen Tagen Abstand kann ich sagen, es war ein sehr schöner Kurzurlaub und bestimmt nicht der letzte Besuch bei den Heidelberger Aquarien- und Terrarienfreunden. Für den nächsten Besuch steht dann das etwas günstigere Hotel Feuerwache Heidelberg zur Verfügung :-)